Im 2017 werden die AHV-Renten auf dem heutigen Niveau verharren. Anders als in den Vorjahren werden die AHV-Renten nicht erhöht, obwohl die Gesundheitskosten weiter ansteigen werden.

Doris Bianchi. (Yoshiko Kusano)

Doris Bianchi. (Yoshiko Kusano)

Die negative Teuerung und die schwache Lohnentwicklung rechtfertigen keine Erhöhung der Renten über den AHV-Mischindex. Diese Situation ist einmalig. Seit der Einführung des AHV-Mischindexes im Rahmen der 9. AHV-Revision 1979/1980 sind die AHV-Renten mindestens alle zwei Jahre gestiegen. Und auch früher wurden die AHV Renten regelmässig, alle 2 bis 4 Jahre, erhöht.

Der Zeitpunkt für die Nullrunde ist nicht günstig: Denn die Krankenkassenprämien werden 2017 erneut kräftig steigen. Laut Ankündigungen der Krankenversicherer stärker als in den Vorjahren. Dies trifft die Rentnerinnen und Rentner besonders stark. Schon heute ist ihr Budget übermässig von den Krankenkassenprämien belastet. Denn im Landesindex der Konsumentenpreise, der in den AHV-Mischindex einfliesst, sind die Krankenkassenprämien aber nicht berücksichtigt. Die AHV Renten halten so je länger desto weniger mit den steigenden Krankenkassenprämien schritt.

Nebst den Krankenkassenprämien belasten auch weitere Gesundheitskosten das Budget stark, etwa Franchise, Selbstbehalt und die Zahnarzt-Rechnungen. Seit die Krankenkassen die Rückvergütung von Brillen gekürzt haben und die AHV nur noch eine unzureichende Pauschale an Hörgeräte gewährt, fällt die Rechnung für die Senioren immer gesalzener aus. Nebst den Krankenkassenprämien von rund 500 Franken pro Monat muss heute ein Rentner monatlich zusätzlich 200 bis 250 Franken für Gesundheitsausgaben einkalkulieren.

Eine gute gesundheitliche Versorgung wird im Alter immer mehr zu einer Frage des Portemonnaies. Rentnerinnen und Rentner sind daher auf den Rentenzuschlag der Volksinitiative AHVplus angewiesen. Erst damit können die steigenden Gesundheitskosten ausgeglichen werden.