Weshalb funktioniert das AHV-Finanzierungsmodell?

Das Finanzierungsmodell ist äusserst solide: Weil mehr Beschäftigte und höhere Löhne dafür sorgen, dass die AHV trotz gleichbleibenden Lohnprozenten viel höhere Einnahmen macht. Die AHV kann so mehr und sogar höhere Renten bezahlen.

Obwohl immer weniger Beitragszahler für eine Rentnerin/einen Rentner sorgen müssen, ist die AHV seit ihrer Gründung nie kollabiert. Und sie wird es auch in Zukunft nicht tun. Das liegt am genialen Finanzierungssystem der AHV. Die Zahl der Beschäftigten hat stetig zugenommen. Weil die Beschäftigten Güter und Dienstleistungen immer effizienter herstellen und damit eine viel höhere Produktivität erreichen, sind die Löhne deutlich gestiegen. Beides zusammen sorgt dafür, dass der AHV trotz seit 40 Jahren unveränderten Lohnbeiträgen von 8,4 Prozent (je 4,2% für Arbeitgebende und Arbeitnehmende) immer mehr Einnahmen zuflossen.

So stiegen die Einnahmen der AHV von knapp 14 Milliarden Franken im Jahr 1975 auf 29,5 Milliarden im Jahr 2013. Das zeigt: die Höhe der AHV-Einnahmen hängt von der Höhe der Löhne ab und nicht von der Menge der Beitragszahler. Deshalb konnte die AHV in dieser Zeit auch immer mehr Renten auszahlen. Deren Zahl stieg von 1975 bis heute von 0,96 auf 2.2 Millionen.

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Mehr Beschäftigte (Vollzeitäquivalente)

 

 

 

 

Höhere Löhne (Durchschnittslohn pro Vollzeitstelle,
in Franken  zu Preisen von 2014)

 

 

 

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Unveränderte AHV-Lohnprozente (Arbeitgeber und Arbeitnehmende zusammen)

 

 

Höhere AHV-Einnahmen (durch Beiträge von Versicherten und Arbeitgeber)

 

 

 

 

 

 

Wie ist das Preis-Leistungs-Verhältnis der AHV?