Wir werden immer älter – ein Problem für die AHV?

Nein, denn der wirtschaftliche Fortschritt finanziert die AHV: Weil die Erwerbstätigen heute in der gleichen Zeit mehr produzieren und deshalb mehr verdienen, steigen die Einnahmen bei der AHV trotz unveränderten Beitragssätzen. Dank höherer Einkommen federt die die AHV seit über 65 Jahren die Kosten der älter werdenden Gesellschaft automatisch ab.

Ja, die Lebenserwartung ist seit der Gründung der AHV 1948 gestiegen. Sie nahm von 67,3 auf 82.7 Jahre zu. Ja, im gleichen Zeitraum ist die Geburtenrate gesunken, von 2,5 Kindern pro Frau auf noch 1,5 Kinder. Entsprechend ist die Zahl Erwerbstätiger pro RentnerIn von 6,5 auf 3,4 gesunken.

Doch die Ausgaben der AHV sind nicht aus dem Ruder gelaufen. 1975 betrug der Anteil der AHV-Ausgaben am volkswirtschaftlichen Gesamteinkommen (dem Bruttoinlandprodukt BIP) 5 Prozent. Von einem erwirtschafteten Franken gingen damals 5 Rappen an die AHV. 2013 waren es 6 Rappen. Der Anteil der AHV-Ausgaben am BIP blieb damit trotz demografischer Alterung seit 40 Jahren praktisch gleich.

1

Steigende Lebenserwartung bei der Geburt

 

Sinkende Anzahl Kinder pro Frau

 

 

Sinkende Anzahl Personen im Erwerbsalter
(20-jährig bis AHV-Alter) pro Rentner/in

 

 

2

 

Konstanter Anteil der  AHV-Ausgaben an jedem in der Schweiz erwirtschafteten Franken

 

 

 

 

Weshalb funktioniert das AHV-Finanzierungsmodell?